Am gleichenTag wurde die Basler Fasnacht für viele doch etwas überraschend abgesagt. Ja da wurde mir erstmals bewusst, das könnte ernster werden als erwartet.

Richtig «eingeschlagen» bei mir hat es dann aber zwei Wochen später. Auf der Fahrt ins Wallis am Freitag abend hörten meine Frau Sabine und ich im Radio, dass sämtliche Skigebiete ab sofort geschlossen sind. Das heisst ein abruptes Saisonende wurde Tatsache.

Bereits vier Tage später, am 17. März, haben wir in der SISA die frühzeitige Planung der Corona Task-Force umgesetzt und mein erster Home-Office Tag wurde Tatsache.

Ja, es war schon eine Umstellung… drei Tage später, nach der Home-Office Aufrüstung durch meinen gewohnten Bürostuhl aus dem Büro, lief es physisch schon einiges besser. Virtuell hat die Umstellung für mich überraschend gut geklappt. Der Einsatz der elektronischen Kommunikationsmittel erleichtern die neue Arbeitsart enorm. Dank den täglichen gemeinsamen Coffee break-Meetings sowie vielen individuellen Skype Sessions kommuniziere ich mindestens so viel, wenn nicht sogar öfters, mit meinen Kolleginnen und Kollegen als vorher. Natürlich es ist nicht das Gleiche wie der direkte Kontakt, aber es funktioniert tip-top.

Nebst dieser Umstellung im beruflichen Alltag ist mich als intensiver «Bewegungsmensch» diese Corona Zeit eine komplett neue Situation. Standen vorher wöchentlich 2 Fitness-Center-Trainings, 2-3 Lauftrainings sowie ein Abend Unihockey-Spass mit Freunden (inklusive gemeinsamem Bier…) auf dem Programm, musste ich mich von heute auf morgen umstellen. Ich habe begonnen, jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen, 10 Minuten Kraft und Dehnübungen vorzunehmen. Das ist eine wunderbare Erfahrung und tut dem Körper extrem gut. Vor Corona hätte ich das nie gemacht (zu faul…), nach Corona werde ich das bestimmt weiterführen. Für alle übrigens sehr zu empfehlen!

Mein Running Training habe ich angepasst. Leider kann ich nicht viel öfters als vorher laufen gehen (meine doch nicht mehr allerjüngsten Knochen, Bänder, Sehnen etc. sind da nicht immer einverstanden…). Aber es macht grossen Spass in der Mittagspause oder am morgen früh die Umgebung des Leimentales mit den zahlreichen neuen «Corona-Runner» - welche übrigens sofort zu erkennen sind – zu erkunden.

Ich bin sehr froh und auch ein bisschen stolz, mit welchen Massnahmen unser Bundesrat bisher dieser Corona Krise entgegen tritt. Wäre ich in meiner Bewegungsfreiheit so stark eingeschränkt wie unsere Arbeitskollegen in Italien und Frankreich, hätte ich diese Home-Story bestimmt ganz anders geschrieben.

P.S. … und ach ja, wie Ihr seht auch meine Frisur habe ich der einfachen Corona-Zeit angepasst.

Autor: Roger Zingg
Funktion: Head of Services
Datum: 07.05.2020