Am 16.03.2020 war der letzte Tag im Büro, seither arbeite ich von zu Hause aus im sogenannten Home Office. Meine Frau und ich haben einen Sohn, welcher im Januar 2 Jahre alt geworden ist. Deshalb haben wir uns schon vor der Aufforderung zum Home Office Gedanken gemacht, wie dies sein wird, wenn alle zu Hause sind. Ob unser Sohn akzeptieren kann, wenn Papa keine Zeit zum Spielen hat, auch wenn er zu Hause ist?

In den ersten Tagen im Home Office war es daher nicht immer einfach. Wieso kann Papa nicht mit mir spielen? Wo geht er jetzt hin? Und wieso darf ich nicht mit? Herausforderungen, die es zu meistern galt. Zum Glück habe ich eine wunderbare Frau, welche mir respektive unserem Sohn, sehr geholfen hat, die Situation zu verstehen. Mittlerweile hat sich unser Sohn auch daran gewöhnt und wir haben sogar neue Rituale gefunden. So verabschiede ich mich nun immer von ihm, bevor ich in unseren Hobbyraum im Keller gehe, wo unser Büro ist. Nebst der Verabschiedung wird von meinem Sohn nun auch jedes Mal kommentiert, wenn ich wieder in Erscheinung trete - auch wenn es nur für einen Kaffee ist. Sein “Oh d Papi” zaubert mir und meiner Frau immer ein Lächeln ins Gesicht. Ein weiteres schönes Ritual haben wir eingeführt, dass nun mein Sohn nach seinem Mittagsschlaf bei mir im Hobbyraum vorbei kommt, um kurz Hallo zu sagen. Er darf dann für einen Moment auf meinem Schoss Platz nehmen und mir zusehen was ich gerade mache. 

Abschliessend kann ich daher sagen, dass unser Sohn es sehr gut aufgenommen hat, dass ich zwar nun immer da bin, aber nicht immer Zeit für ihn habe.

Autor: Thomas Cattaruzza
Abteilung: Product Management
Datum: 14.04.2020