Es war einmal ein Monat März wie jeder andere mit seinen Regenfällen und seinen Aufhellungen, der 16. März - ein Montag scheinbar wie jeder Montag, mit Ausnahme der Nachricht, die am Sonntag Abend gege

n 20.00 Uhr eingegangen ist. Eine beunruhigende Nachricht, die eine ganze Reihe von Veränderungen in unserem gut funktionierenden, gut organisierten Leben einläutete. Ein Montag wie jeder andere oder vielleicht doch nicht ganz... Wir packen unsere Taschen, leeren unseren Schreibtisch, nehmen unseren Bildschirm, Tastatur und Maus, die Ladestation unter den Arm... Alles geht mit, sogar das Schreibtischtelefon, dieses sperrige Gerät, aber doch so viel praktischer für die Arbeit am Helpdesk.

Hier stehe ich also an diesem Montag um 19 Uhr vor einem leeren Schreibtisch, alles ist bereits im Auto verladen, ich verabschiede mich ein letztes Mal persönlich von meinen Kollegen und gehe ein letztes Mal Richtung nach Hause.

Gut angekommen auf der anderen Seite der Grenze - ja, ich lebe in Frankreich, wo COVID-19 so schlimm wütet. Die Region, in der ich geboren wurde, ist leider von der schlimmsten Gesundheitskrise heimgesucht, einer Plage, die die Alten mit dem Krieg vergleichen...

Dienstag, 17. März, beginnt ein neues Leben, aber einGewohnheitsmensch, wie ich einer bin, wird es schwer haben, sich an diese neue Situation zu gewöhnen. Es beginnt mit der Autofahrt ins Büro, sie ist weg, was mache ich jetzt mit dieser neu gewonnen Zeit? Ich gestehe, ich dachte daran, morgens mein Auto zu nehmen, in der Nachbarschaft herumzufahren und wieder zu Hause anzuhalten, als ob... nur damit ich Ihnen erzählen kann: Schöner Ausflug heute Morgen, kein Stau, kein Unfall, kein Verkehr!

Frankreich, das Land der Freiheit, gibt es seit Mitte März nicht mehr. Strenger Hausarrest, Verbot das Haus zu verlassens ausser in Ausnahmefällen, für jede Fahrt eine Bescheinigung ausfüllen, zeitliche Beschränkungen, Entfernungen, für jeden Ausgang aus dem Haus! Selbst für den Spaziergang mit der "Schönheitskönigin" Marlot, meiner Deutschen Schäferhündin, ist dieses Stück Papier Pflicht! Aber natürlich auch meine Ausweispapiere - für einen Spaziergang brauche ich bald einen Rucksack...

Doch selbst in diesen dunklen Zeiten gibt es glücklicherweise auch einiges Gutes. Ich bin zu Hause, aber ich arbeite wie bisher, wirble von einem Bildschirm zum anderen, um Fenster und Programme zu öffnen! Mit einem Headset auf dem Kopf informiere und unterstütze ich unsere Kunden, die sehr oft genau wie wir zu Hause sind...

Alles funktioniert und wir werden immer da sein, um alles am Laufen zu halten. Es ist ganz einfach: ich muss nur aufstehen, mich anziehen, den Netzschalter in meinem Home Office einschalten - welches zwar auf dem Esstisch eingerichtet ist - und schon bin ich verbunden; bereit, alle Probleme zu lösen; bereit, die Zollerklärung vor dem Vergessen zu retten!

Der Gewohnheitsmensch, der ich bin, hat sich im Home Office doch sehr gut eingelebt. Ich arbeite früh oder spät, manchmal etwas länger als im Büro; ich bin mit meinem Büro umgezogen, um mich an die neue Situation, die andauert, anzupassen; ich sehe und höre meine Kollegen nur per Skype, aber man gewöhnt sich daran. Das Wichtigste ist jetzt gesund zu bleiben und weiterzumachen, immer in die richtige Richtung.

Autor: Jean-Philippe Jenn
Abteilung: Technics & Helpdesk
Datum: 13.05.2020

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