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Sponsoring

Nicolas Beyeler

Der Ironman bei SISA

„Work-Life-Balance“ ist in aller Munde. Für Nicolas Beyeler bedeutet dies: 3.86 km Schwimmen, 180.2 km auf dem Rennvelo und als Dessert einen Marathon. SISA unterstützt den Amateur-Triathleten auf seinen „Endorphin“-Trips.

Erfolgreiches Sponsoring funktioniert auch im Amateurbereich. Entscheidend ist, ob das Engagement zur eigenen Marke passt. Wer könnte SISA besser repräsentieren als ein eigener Mitarbeiter?

Seit über einem Jahr schwimmt, pedalt und läuft der Tessiner Software-Ingenieur Nicolas Beyeler mit der Unterstützung seines Arbeitgebers. An den Solution Days 2011 führte Beyeler die SISA-Kunden in seine Welt des Triathlons ein mit dem Vortrag Triathlon - Kampf mit den Elementen.

Siegen in Mugello, …

Die bisherigen Resultate sprechen für sich: Der SISA-Schriftzug scheint dem Triathleten Flügel zu verleihen. Über die Mitteldistanz siegte Beyeler im florentinischen Mugello → Zieleinlauf und beim Ironman in Nizza konnten ihn nur Wadenprobleme an einem Topresultat hindern. Am  Regensburger Ironman erreichte er als klar Bester seiner Alterskategorie einen Platz in den overall Top Ten. In diesem letzten Rennen vor Hawaii verwies Beyeler sieben Profis auf hintere Plätze. Etwas darauf einbilden will er sich nicht: „Beim Triathlon muss jedes Detail stimmen. Auch Profis sind von der Tagesform abhängig und nicht gefeit vor Pannen. Eventuell habe ich etwas bessere Grundlagen als einige Professionals.“ Vor seiner Triathlonkarriere war Beyeler nämlich lizenzierter Leichtathlet (Mittelstrecke, Hochsprung) und passionierter Montainbiker. So bleibt das Schwimmen seine einzige Sorgendisziplin.

 …Leiden auf Hawaii

Der Saisonhöhepunkt folgte im Oktober: Bei den offiziellen Weltmeisterschaften auf Hawaii klassierte sich Beyeler als 187. von 1‘918 Teilnehmern – 9 Sekunden vor der sechsfachen Hawaii-Siegerin Natascha Badmann! Landschaft, Klima, Zeitzone – Hawaii ist eine ganz andere Welt. Die perfekte Akklimatisierung an das tropische Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit dauert bei Athleten mindestens zwei Wochen. Im Gegensatz zu Profis kann sich ein Amateur nicht Wochen vorher in Arizona oder San Diego vorbereiten. Für Beyeler sind die neun Tage Rennvorbereitung auf Hawaii zu kurz: „Der Körper ist auf Tessiner Herbst eingestellt und muss plötzlich viel mehr Flüssigkeit aufnehmen. Hinzu kommt der Jetlag.“ Auch bei seiner fünften Teilnahme bei der „Mutter aller Ironmans“ war der Software-Ingenieur über eine halbe Stunde länger unterwegs als bei anderen Ironmans. Beyeler hat das Patentrezept für Hawaii noch nicht gefunden. „Zufällige Elemente werfen mich immer wieder zurück. Ich bin weiter am Studieren und Prüfen.“

Lieber hügelig als flach

Zermürbend ist für Beyeler die monotone Vulkanlandschaft in der Einsamkeit ohne Zuschauer. Das „Kilometerfressen“ auf dem endlosen, flachen, heissen Asphalt behagt Beyeler überhaupt nicht. Auf der anspruchslosen Strecke bilden sich Gruppen, die vom Windschatten profitieren wollen - immer knapp an der Grenze zu einer Zeitstrafe. „Das bringt mich aus der Konzentration. Darauf muss ich mich mental besser einstellen.“ Wer in den Tessiner Bergen trainiert, bevorzugt ein hügeliges Gelände. Als gelernter Montainbiker sowieso. „Deshalb ist Nizza mein Lieblings-Ironman.“ 

Wochenlange Regenerationsphase

Trotz aller seriöser Vorbereitung und dem jahrelangen Training: Auch Beyeler kennt die typischen Nachbeschwerden und muss zuweilen rückwärts die Treppe heruntersteigen oder kann sich nicht mehr alleine vom Stuhl erheben. „Am 3. Tag nach dem Ironman ist der Muskelkater am schlimmsten!“ Eine Nachricht, die jedem Marathon-Debütanten so unglaublich gut tut! „Nach einem Wettkampf nehme ich einen Tag frei. An ein Lauftraining ist erst nach über einer Woche Pause zu denken. Aufs Rad gehe ich schon früher für ein leichtes Ausrollen. 

Routine ist der beste Trainer

Beim Blick auf die Ironman-Ranglisten fällt der hohe Altersdurchschnitt auf im Vergleich mit anderen Sportarten. Für Beyeler eine logische Folge: „Je länger die Distanz dauert, desto wichtiger ist die mentale Stärke. Die kommt erst mit einer gewissen Routine. Deshalb bin ich überzeugt, dass ich mich stets weiter verbessern kann. Für einen Sprint-Triathlon über die olympische Distanz (1.5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) bin ich hingegen zu alt gegen die besten Jungen. Aber der Sprint ist ein guter Trainingswettkampf für mich.“ Mit einem Mentaltrainer hat Beyeler übrigens nie gearbeitet. Er vertraut voll und ganz der Kraft der Routine.

Kurzinterview: „SISA erlaubt mir perfektes Zeitmanagement“

Deine Resultate haben sich stetig verbessert, seit du vor drei Jahren eine neue Stelle bei SISA angetreten hast.

"(schmunzelt). Meine Stelle bei SISA erlaubt mir ein perfektes Zeitmanagement von Arbeit und Training."

Was ist für Dich der Reiz des Triathlons?

"Die Emotionen beim Triathlon erlebt man nirgendwo sonst - ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Ich habe ein Ziel vor Augen und will es erreichen. Genau das ist die Motivation! Ausserdem bin ich in der freien Natur und entdecke viele unbekannte Flecken auf der Welt."

Hast Du schon mal an eine Profi-Karriere gedacht?

"Ja, aber ich möchte meinen Job nicht aufgeben. Ich könnte mir höchstens ein einziges Jahr als Profi vorstellen. Es ergäbe keinen Sinn, meinen aktuellen Trainingsumfang zu erhöhen. Aber ich hätte mehr Zeit für die Regeneration und für Spezialtraining z.B. im tropischen Klima für Hawaii."

Was bedeutet Dir das SISA-Sponsoring?

"Es ist ein Zeichen der Anerkennung. Mein Arbeitgeber versteht und schätzt meine Leidenschaft. Das gibt mir die nötige Kraft für Job und Training."

Palmarès Ironman Hawaii

Jahr Rang*[Gesamt] Rang*[Kategorie] Zeit[h:min:sec]
2011 187 / 1918 41 / 240 9:31:12
2010 168 / 1927 25 / 245 9:31:01
2009 143 / 1853 17 / 152 9:40:07
2008 112 / 1808 17 / 162 9:32:13
2007 624 / 1836 107 / 181 10:39:0

*Rang / Anzahl Teilnehmer

Bildergalerie

Steckbrief

Jahrgang: 1975
Wohnort: Canobbio TI
Grösse: 192 cm
Gewicht: 81 kg
Beruf: Software-Ingenieur 80% bei SISA
1.Triathlon: 2003 in Locarno (Mitteldistanz)
1.Ironman: 2005 in Zürich
Ironmans: 15 (bis 2011)
pro Jahr: 2-3 inkl. Hawaii
Training: ø 23 h/Woche
max. 35 h/Woche
Erfolge: seit 2007 qualifiziert für Ironman Hawaii.
2012 zum 6. Mal.