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Solution Day vom 25. Juni 2009 in Egerkingen
26.06.09 10:56

Am 25. Juni fand der alljährliche Solution Day in Egerkingen statt.

Mehr als 70 Zollspezialisten, darunter zahlreiche Vertreter von Neukunden, durfte Geschäftsführer Roland Schumacher am SISA Solution Day 2009 vom 25. Juni in Egerkingen begrüssen.

Gastreferent Roger Oppliger, Leiter der Sektion Organisation der Oberzolldirektion Bern, präsentierte in seinem Eröffnungsreferat einen exklusiven Überblick zu Status und Perspektiven des Gesamtprojekts all e-dec. Dabei veranschaulichte er auch das Zusammenspiel zwischen den Vorgaben für die Güterzollaktivitäten und der Erfüllung des Güterverkehrsabkommens mit der EU. Eine Konsequenz daraus ist zum Beispiel das Projekt der „Security Amendments“, die ab 1. Januar 2011 obligatorisch angewendet werden müssen. Oppliger bekannte sich ferner zum Ziel der OZD, die papierlose Verzollung einzuführen, deren Umsetzung bereits schrittweise erfolgt.

Eine erste positive Bilanz aus den Erfahrungen des am 1. Januar 2009 eingeführten e-dec Export-Verfahrens zog DECLARTit-Product Manager Jürg Zellmeyer. „Die wesentlichste Änderung ist der Ersatz des Papierbelegs mit Stempel durch einen Datensatz, der elektronisch an den Zoll geschickt wird“, erklärte er. Nach Sendungsfreigabe wird die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) erstellt und kann „abgeholt“ werden. „Die elektronische Abholung und Aufbewahrung dieses steuerrelevanten Dokuments muss neu organisiert und überwacht werden, was für viele Dienstleister eine neue Situation ist“, sagte Zellmeyer, und weiter „Sisa hat hierfür einen kundenorientierten Prozess entwickelt“.

Wenn es bei e-dec Export nur vergleichsweise geringe Änderungen gab, so sind diese dafür umso umfangreicher beim Transit ZV-Verfahren, das jetzt im Rahmen der e-dec Gesamtapplikationen läuft. „Der wesentlichste Unterschied“, erklärte Zellmeyer, „ist die Übernahme der vom Exporteur erfassten, unveränderbaren Daten in die Transitanmeldung bei der Selektion“. Die ersten Erfahrungswerte dieser Neuregelung zeigen: Exporteur und Dienstleister sollten noch enger zusammenarbeiten, und wichtige Daten wie Brutto-/Nettogewicht, Bewilligungen, etc., genau abstimmen.

Weiter gab Zellmeyer aktuelle Informationen zu den Applikationsentwicklungen. Das aktuelle e-dec Release 2.5 umfasse nun Import und Export, die Darstellungen sind in beiden Applikationen nahezu identisch, was ein bequemes Arbeiten erlaube, erklärte er. Neu sind unter anderem Selektion und Transit, eVV-Kontrolle mit Status, automatischer Abholung und Weiterversand. „Dazu haben wir eine Erweiterung der Schnittstellen für die Datenintegration mit ERP-Systemen eingebaut“, berichtete der Entwicklungschef.

Die Sisa-Roadmap mit der Projektplanung e-dec Import, Export und NCTS kommentierte Geschäftsleiter Schumacher zum Abschluss. „Unser strategisches Ziel ist es, alle Zoll-Applikationen im Browser zur Verfügung zu stellen, womit unter anderem die Hardware und Releasefrage vereinfacht wird“. Ferner kündigte Schumacher an, dass sein Unternehmen „ein Fenster ins Ausland“ geöffnet hat, um in Zusammenarbeit mit Partnern den Schweizer Dienstleistern auch Aktivitäten „auf der anderen Seite der Grenze“ anbieten zu können.